Schlafen ist geil!

Ich höre abends im Bett Hörbücher. Zum Einschlafen. Ist nicht gesund, ich weiß. Man soll keine Stromsachen im Schlafzimmer haben und alles – hab ich aber! Rock’n’Roll!!! (Daran bemerkt man dann wohl echt die Spießigkeit des Alters: während man sich noch vor fünfzehn Jahren aber auch wirklich garnichts bei nem komplett überfüllten Aschenbecher auf dem eigenen Nachttisch dachte, macht man sich heute wegen in der Wand verlaufender Kabel ins Nachthemd. Tsss.) Ich schlafe also hörend ein. Solange das IPad voll und der Kopfhörer greifbar ist, bin ich im Prinzip unbesiegbar weil morgens ausgeschlafen. 

Und weil ich Jens Corssen und seine Bücher und DAVON die Hörbücher ja in der Wirklichkeit großartig finde („Du bist zwar ein strahlender Stern, aber dein Verhalten ist ungünschdig.“) und seine Werke immer dankbar entgegen nehme, schlägt mir das Internet in letzter Zeit zu meiner eigenen Erbauung auch ganz kreativ Hörbücher vor, die man auch getrost dann hören kann, wenn sich in der eigenen Psyche vielleicht mal was ungünschdig entwickeln sollte.

Ich habe gemerkt, dass ich echt gut einschlafe, während mir insgesamt gut zugeredet wird. „Wenn du mal wieder in deinem Schattenkind gefangen bist, tritt einen Schritt zurück und beginne in der Rolle deines inneren Erwachsenen damit, dein Schattenkind zu trösten…“ Läuft. Danke. Nachti! „Du DARFST enttäuschen, du bist heute groß.“ – chhccchhhhmnjomnjom…
Momentan höre ich sehr erfolgreich allen Ernstes das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“! Geil, oder? Wurde mir vom Internet empfohlen! Kommt man ja ansonsten erstmal nicht alleine drauf. Der Titel ist ja echt so gut, dass man ihn besser nicht parodieren könnte! Wobei: nachdem ich mit Lachen fertig war, war ich erstmal kurz ein bisschen sauer nach dem Motto „DU sagst MEINEM inneren Kind in mir mal genau NICHT, was es angeblich muss!!! Das muss garnichts! Höchstens schlafen! Also mach deinen Job, du Buch! Und dann Maul!“. Nee, klappt aber jetzt echt grade gut mit uns. Und dem Kind und dem Erwachsenen und den Schutzstrategien des Schattenkindes, gähn… Hui, mir wird schon wieder so…

Also: gut Zureden ist super fürs Einschlafen bei mir! Muss aber auch bitte von ner guten Stimme erfolgen. Schlechte Sprecher oder schlechte Mixes oder so machen mich nicht froh. Und wenn ich nicht froh bin, schlafe ich nicht gut ein. Ich bin echt kein Soundnerd oder sowas. Ich kann ein Mikro von ner Box unterscheiden, das wars – aber wenn’s nicht klingt, klingelt mir nichts, so ist es. Ich muss das garnicht begründen können, das hat auch die Frau von dem Hörbuch gesagt! (Ernie-Modus OFF). Schlechte Stimmen dürfen nicht gut zureden. Da bin ich knallhart! Andreas Fröhlich hingegen könnte mir auch Eldrege-Schmöker vorlesen und ich würde friedlichst wegnicken. Der Typ kann alles! Nachdem er ganz früher „Recherchen-und-Archiv-Bob-Andrews“ war, hat er zB Gollum die deutsche Stimme gegeben! Tierisch!! Ergo bin ich auch bestens auf die 600.000 CD’s der Eragon-Fantasy-Saga klar gekommen (um nicht zu sagen: schlimm süchtig gewesen!) – er ist einfach der beste Sprecher, Stimmversteller und Vorleser der Welt! End of story. 

Ich könnte zusammenfassen: wenn mir Andreas Fröhlich gut zuredet, kann ich hervorragend einschlafen!

Das ist aber noch nicht das Ende der Gleichung. Ich kann nämlich noch anders. Wegpennen. Zuletzt bin ich dann doch auch auf einen blutigen Wild-West-Roman namens „Das Böse im Blut“ großartig eingeratzt! Einbrüstige Huren im staubigen Jung-Texas, sowohl Mord ALS AUCH Totschlag und alles! Dass ich auch darauf echt prima loslassen konnte, mag Jens Corssen und seinem Stand vielleicht zu Denken geben aber Hey – gelobt sei, was Schlaf bringt! Als Downer ist das doch sicher gesünder als zB Alkohol. Man säuft ja tagsüber so viel Kaffee, dass man sich abends im Prinzip selbst k.o. schlagen muss, damit irgendwann mal die Lichter ausgehen. Nee, dann lieber Wildwest auf die Fress'(t)! Ich packe mein IPad und nehme mit: gute Zurede, Andreas Fröhlich und eine einbrüstige Hure.

Ich hab’s ja auch mal mit Predigten probiert, das Einschlafen. Ist aber schwierig. Nicht etwa, weil es sich gewissensmäßig falsch anfühlt (jede Mutter wird mir zustimmen: ALLES, aber auch ALLES, was einen schnell wieder einschlafen lässt, ohne irgendwie die Muttermilch zu kontaminieren, gehört zumindest getestet!!). Predigten gehen aber leider nur tagsüber weil: wenn sie gut sind, muss ich drüber nachdenken oder im Anschluss sehr laut Marvin Sapp hören und wenn sie schlecht sind, werde ich böse. Und der böse Vogel verdrischt den Wurm – wobei er ja logischerweise nicht schlafen kann. Das gilt für Wurm wie Vogel wie Schattenkind. Logo.

Soviel von den Ballersbacher Bett-G’schichtn! Es ist auch mit dem Schlafen wie mit allem: Machen ist wie Wollen, nur krasser. 
Den Frieden der Nacht! Wie auch immer ihr ihn euch herleitet…

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