Die innere Jennifer Grey und der Sonderzug nach Mordor

Ich stand heute im Jeansladen vor einer weißen Jeanshose und mein Gehirn versuchte mal wieder, schlauer zu sein als mein Hintern. Was irgendwie oft im Absurdum endet…

Man denkt ja jedes Mal aufs Neue, man würde aussehen, wie die junge Jennifer Grey in Dirty Dancing, wenn man sich eine weiße, enge Jeans kauft. Da, wo sie in Patricks Zimmer kommt und er zufällig zwar seine Absatzschuhe, aber dafür kein T-Shirt an hat. Genau so sähe man aus in dieser weißen Hose. Jung und clean und wunderschön. Vor allem von hinten. Und man würde sich dann auf dem Parkplatz vom „Jeans Fritz“ in Haiger genau so in Pose werfen, wie Jennifer es vorher auf der Brücke in dieser Hotpant getan hat und die komplette Performance wäre einfach wirklich ganz, ganz klasse! Ob man nun 17 oder 34 ist – man sieht exakt genau so aus, sobald man eine weiße Jeans trägt! Denkt man so. Und dann käme Patrick Swayze und würde einen zum Mambo auffordern. Und man könnte dann auch Mambo tanzen. Und Patrick fände einen in dieser Hose unwiderstehlich. Alle Frauen denken das, wenn sie vor einer weißen Jeans im Laden stehen. Wer sagt, dass sie das nicht denken, lügt.

In der Wirklichkeit sieht man – wenn man älter als 17 ist und / oder größer als Größe XXS trägt – in weißen, engen Buchsen natürlich aus, als würde man hauptberuflich Geschütze nach Mordor ziehen. Und das in einer weißen Hose. Was ja kompletter Quatsch wäre. Wird doch sofort voll schmutzig alles in Mordor. Ich musste heute mal kurz laut lachen, als ich da im Laden stand. Das war ja schon mal ganz gut.

Vielleicht kaufe ich mir aber trotzdem eine. Weil mein Hintern meist dann am schönsten tanzt, wenn das Gehirn mal grad nicht guckt. Weil es ja geiler ist, sich innen wie Jennifer Grey auf der Brücke zu fühlen, als Schiss davor zu haben, für Außenstehende den Fernbus Haiger-Mordor und zurück zu lenken. Oder selbst der Bus zu sein. Dann lieber psychischer Mambo. Bockt doch viel mehr! Komplett absurd ist ja zB auch (wie ich eben beim Nachgooglen der gesammelten Filmoutfits feststellen musste!), dass die schöne Jennifer sich ihre Nase hat ändern lassen. Während sie vorher mal echt ein Moped war (nicht nur der Hose wegen), sah sie nachher einfach aus wie alle. Es gilt also mal wieder die gute, alte Weisheit aus der Selbsthilfegruppe: „Find dich mal schön selber gut – mit bisschen Glück findet sich irgendein Depp, der mitzieht.“
Ach, ich freu mich auf den Frühling! Euch allen einen schönen Start! Seid schön! Tanzt Mambo! Ob ihr’s könnt oder nicht. Habt euch lieb und lacht viel!
Und nicht vergessen: Patrick Swayze hätte selbst an den Toren Mordors „Mein Baby gehört zu mir!“ gerufen – die innere Jennifer Grey darf mutig gelebt werden! 

Noch was: nicht die erste Schwalbe kündet den Frühling, die ist nicht zuverlässig – aber die erste Cetirizin liegt in der Regel richtig! 

Love, J (wie Jennifer)

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Ein Gedanke zu “Die innere Jennifer Grey und der Sonderzug nach Mordor

  1. Was für ein geiler Post! Ich schmeiss mich wech…
    Wenn ich demnächst meine weisse Jeans anziehe, werde ich aber sehr an das mit den ‚Geschützen nach Mordor ziehen‘ denken. Und weiter Lachen…
    Preach it sister!

    Gefällt 1 Person

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